Von Frau Faust

Momoseven schreibt dies auf Bitte von Frau Faust hin, da sich ihr Zustand leider nicht verbessert hat, und sie nicht in der Lage ist, am Computer zu sitzen.

Sie bat mich, etwas zu erklären:

Ihr derzeitig so schlechter Zustand rührt in erster Linie nicht von der Krankheit MS her, an der sie schon Jahrzehnte lang leidet, sondern vor allem von einem, vor kurzen entdeckten, bösen Tumor, der sich in ihrem Bauch gebildet hat.

Da sie weiß, daß sie unter ihren Lesern Menschen hat, die selbst an der Krankheit, die sie hat, leiden (oder Menschen, die ihnen nahestehende Menschen haben, die diese Krankheit haben), möchte sie diesen ein wenig Schrecken nehmen, die die letzten Andeutungen zu ihrem schlechtem Gesundheitszustand erweckt haben mögen.

Wäre dieser neue Befund nicht, so ginge es ihr, meinte sie, trotz der Fortgeschrittenheit ihrer Krankheit, wesentlich besser.

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135 Kommentare zu „Von Frau Faust

  1. für Eugenie

    Läßt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,
    Immer zu schmeicheln, zu kosen.
    Rosen entfaltet am Morgen sein Hauch,
    Abends verstreut er die Rosen.

    Läßt doch der spielende Wind nicht vom Strauch,
    Bis er ihn völlig gelichtet.
    Alles, o Herz, ist ein Wind und ein Hauch,
    Was wir geliebt und gedichtet.

    Friedrich Rückert

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  2. Mein Mann verlässt mich. Keine Sorge, nur übers Wochenende. Er sagt, ich soll das Wochenende gut nutzen, und das tun, was mir Spaß macht. Ich habe geantwortet, dazu bräuchte ich seine Kreditkarte und er solle bitte vorher dafür sorgen, dass auch sein Konto ordentlich gedeckt ist :-))))!

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  3. Lustig fand ich, liebe Eugenie, dass die Dame laut in den hinteren Raum gerufen hat: „Christian, konnst den Plunder (in Österreich auch ein Wort für wertlosen Kram) für morgn richtn?“, als ich 40 Stück Plundergebäck zur Abholung in der Bäckerei bestellte.

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    1. Auf meinem Bildschirm erscheint oben rechts in einem Zufallsfenster alle paar Sekunden eines meiner unzähligen Fotos aus meinem Archiv oder eines der gespeicherten Bilder.
      Dieses Zufallsfenster ist mir unheimlich!
      Es zeigt mir in gleicher Sekunde Bilder von Menschen, an die ich gerade denke. Aber es zeigt mir auch, wenn ich gerade mal nichts denke, Bilder von Menschen, die ich lange nicht getroffen, gesprochen oder denen ich lange nicht geschrieben habe.
      So sehe ich gerade die bezaubernde Eugenie! (und liebe Eugenie, eine schöne Frau bleibt IMMER eine schöne Frau, egal, wie alt oder wie krank sie ist!!) So ist es eine große Freude Dich zu sehen! Da möchte ich doch gleich ganz herzliche Grüße von C & F aus Lehrte senden – ganz viel Energie, Kraft und Liebe!

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  4. Nur mal so. Liebe Eugenie,
    jeden Tag schaue ich nach, ob es Nachrichten von Ihnen gibt, und damit meine ich `gute Nachrichten`: etwas, was Sie erfreut hat, dass es Ihnen, den gemeinen „Umständen“ entsprechend, besser geht, dass es für Sie – bei allem – schöne Momente, Begebenheiten gibt, die Sie für eine gute Zeit einmal vergessen lassen….
    Sie haben uns immer mit Ihren Bildern, Rätseln und Beiträgen so viele schöne Momente geschenkt. Ich glaube, viele hier würden Ihnen so gern etwas davon zurückgeben.
    Ganz liebe Grüße und eine herzlich warme Umärmelung! 🙂

    Lo

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  5. Alles Gute… …wünscht Ihnen DerKroepel, Frau Faust. Erst heute habe ich von der Situation Kenntnis bekommen, da ich mich vor dem eigenen Blog und allen anderen gedrückt habe. Dafür entschuldige ich mich ganz besonders bei Ihnen. Ich wünsche Ihnen, dass Sie alles bekommen was sie benötigen!

    Liebe Grüße vom

    Kroepel

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  6. Ich möchte dir auch eine gute Reise wünschen, liebe Eugenie. Wenn ich den beiden Nahtoderfahrungen eines lieben Freundes Glauben schenken darf, bist du jetzt an einem Platz, an dem du dich sicher, wohl und geborgen fühlst, es wohlig warm hast, alles gut ist, und es dir einfach gut geht. Darauf möchte ich vertrauen.

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  7. Liebe Frau Faust, auch ich wünsche gute Reise und vielen Dank für Ihren Besuch. Es war mir eine Ehre und Freude, Sie hier lesen und schätzen gelernt zu haben. Meine Gedanken sind bei jenen, die Sie geliebt haben, begleitet haben und nun umso mehr vermissen müssen…Sie fehlen!

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  8. Tschüs, Eugenie, Seneca schreibt, dass die Götter die Besten besonders hart prüfen wie ein General nur die besten seiner Leute in gefährliche Missionen schickt.
    Du warst schon viele Jahre hart geprüft. Wie du mit deiner Krankheit umgegangen bist, wie du sie hast im Blogland vergessen lassen, das habe ich immer bewundert. Dass du zuletzt nicht mehr die Kraft hattest, hier zu antworten, konnten und wollten viele nicht wahrhaben.
    Wir werden dich alle sehr vermissen.

    http://trithemius.de/2013/10/27/die-letzte-elbin-hat-mittelerde-verlasssen/

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  9. liebe frau faust,
    leicht und licht wird nun die reise sein
    du bist vorausgegangen….

    Eines Morgens wachst Du nicht mehr auf.
    Die Vögel singen, wie sie gestern sangen.
    Nichts ändert diesen neuen Tageslauf.
    Nur Du bist fortgegangen.
    Du bist nun frei und unsere Tränen wünschen Dir Glück.

    J. W. Goethe

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  10. Liebwerte Frau Eugenie,

    Den Dank und den Wünschen kann ich mich nur anschließen.
    Sehr wohl weiß ich zu schätzen ihnen begegnet zu sein ein bisserl.
    Wenn sie da jetzt einges an Tränen bei uns wahrnehmen, das ist halt so das „Bitte nicht mehr einsteigen, treten sie hinter die gelbe Linie zurück“, aber seien sie gewiß, fort sind sie nicht.
    Noch dies

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  11. Eugenie Faust ist nicht mehr unter uns.
    So viele Menschen hier in den verschiedensten Blogs schreiben über ihre Trauer, ihre persönlichen Begegnungen mit Eugenie, aber auch bei denen, die sie nur virtuell erlebt haben, hinterlässt Eugenies Schicksal eine aufrichtige Betroffenheit.

    Wenn wir, die ja nur einen klitzekleinen Ausschnitt dessen, was ihre Persönlichkeit und ihre Ausstrahlung anbetrifft, wahrnehmen durften, so traurig über den Verlust sind, wie groß muss da der Schmerz bei den Menschen sein, die ihr ganz nahe waren?

    Eugenie hat uns mit diesem Blog so viel Freude gemacht.
    Ich bin unsicher, ob ich (m)einen sehr leisen Wunsch äußern darf, oder ob es vermessen ist, ihn hier – und zu dieser Zeit – zu formulieren:
    es wäre schön, wenn dieser Blog „Eugene Faust“ uns noch ein wenig erhalten bliebe.

    Lo

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  12. Es ist mir schier nicht möglich zu glauben, was ich hier lese – Frau Eugenie, Sie sollen nicht mehr unter uns sein??
    Erst vor 4 Tagen fand ich wie durch Zufall die Briefvorlage für jene Post wieder, die ich Ihnen vor drei Jahren schickte…als wäre es gestern gewesen.

    Ich danke Ihnen von Herzen für das kleine Stück Weg, was ich gemeinsam mit Ihnen gehen durfte. Gekannt habe ich Sie nur als Bloggerin und Briefeschreiberin – als Mensch müssen Sie einfach großartig gewesen sein!

    Alles Gute, Frau Eugenie.

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  13. Schockstarre Wir kannten uns rein virtuell. Ein kurzer Austausch von emails. Trotzdem hat mich Dein Tod sehr berührt.
    Ich habe viel bei Dir gelesen. Es gab einen Draht zu Dir….den ich nicht genauer benennen kann.
    Wie auch immer.
    Für Dich liebe Beate ist diese kleine Geschichte:
    Als ich ein kleines Mädchen war hatte ich einen Lieblings-Opa. Leider war dieser Opa sehr krank. Er hatte Silikose bzw. Staublunge, weil er unter Tage gearbeitet hat. Im Kohlebergbau.
    Der Opa hustete sehr….und manchmal bekam er einfach keine Luft mehr.
    Opa Erich starb in Deinem Alter. Also viel zu jung. Irgendwann kam der Notarzt, nahm den Opa mit und er verstarb im Krankenhaus.
    Da ich sehr dörflich lebte wurde Opa aufgebahrt und jeder – eben auch die Kinder – durften ihn noch einmal sehen. Jeder ging in die Totenhalle und nahm auf seine Weise Abschied. Ich kann mich gut erinnern, dass mein Opa sehr entspannt auf mich wirkte, so dass ich bei der Beerdigung wegen meines Lachens (was natürlich ein Verlegenheitslachen war) gerügt wurde. Dabei habe ich wirklich sehr getrauert. So sehr, dass ich als Kind noch meinem Opa gesehen habe, als ein völlig anderer älterer Mann an unserem Balkon vorbeiging. Ich meinte meinen Opa erkannt zu haben.
    Ich war sicher, dass mein Opa nicht tot ist, und sich einfach alle irren.
    Zudem war ich fortan sicher, dass Opa Erich noch präsent ist und eigens für mich noch weiterhin als Schutzengel fungiert. So verrückt es auch klingen mag: Dieser Ansicht bin ich noch heute, und ich kann Dir sagen, er hat bisher ganze Arbeit geleistet!
    Ach, nun könnte ich noch von meinem Vater erzählen, der seinem Leben abrupt ein Ende gesetzt hat und dessen Grab ich bis heute nicht besucht habe, aber das ist nur ein Erklärungsversuch für meine Schockstarre. Ich weiß Du würdest das verstehen.
    Was ich eigentlich noch loswerden möchte ist, liebe Beate: Du würdest garantiert einen Megagutenäußerstaufmerksamen Schutzengel abgeben…..also mach was draus!

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  14. Wie traurig Ich blogge ja nun schon über ein Jahr nicht mehr, aber die letzten Wochen musste ich viel an Eugene denken. Also dachte ich mir, ich schau mal wieder auf ihren Blog – und lese diese schreckliche Nachricht. Ich bin ehrlich erschüttert und irgendwie trotzdem erleichtert, dass Eugene es hinter sich hat. Von dem neuen Befund wusste ich nichts, ich hoffe sehr, sie hat nicht so sehr leiden müssen. Lieber A., mein herzlichstes Beileid. Vielen Dank, dass Sie den Blog noch ein bisschen stehen lassen, damit auch wir Abschied nehmen können. Ich wünsche Ihnen für die nächste Zeit viel Kraft.

    Liebe Eugene, ich bin nicht esoterisch, aber die Tatsache, dass ich die letzten Wochen so viel an dich denken musste, macht mich doch grüblerisch. Du scheinst noch irgendwie hier zu sein, was ich schön finde. In meinem Herzen wirst du sowieso immer sein, auch wenn wir uns nur aus E-Mails kannten. Wie bei so vielen anderen hast du auch bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, so dass du nie wirklich weg sein wirst. Ich danke dir 🙂

    Liebe Grüße
    Uli

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  15. Ach, Eugenie

    ich wünschte, du würdest uns ein kleines Zeichen bloggen, wie es so ist, wo du jetzt bist. Immer können wir es uns nur vorstellen, und immer stelle ich mir nur vor, dass es da schön ist. Sogar sehr. Sehr leicht. Und flirrend. Weil alles andere unvorstellbar ist. Ach ja. Womöglich Wunschdenken! Vielleicht lachst du darüber, es nun besser wissend, und da oben gibt es dasselbe in Grün. Aber wenigstens hellgrün. So ganz helles, lichtes Grün. Wie Frühlingsblättergrün.

    Gute Nacht, Eugenie.
    Schlaf gut, da oben, auf deiner Wattewolke.
    Ich gehe jetzt auch schlafen
    (hier unten, in meiner Bettenwolke)

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    1. Ach, ich schau hier immer noch rein. Immer in der Hoffnung, hier tut sích noch was. So eine schöne, vor Kreativität strotzende Seite. Wer hütet denn nun das Erbe? Finden wir es im Sternenstaub wieder? Es darf doch nicht, es wird doch nicht im Nichts enden? Nein, das ist unvorstellbar. Vielleicht finden wir sie in uns selbst, weil sie da so viel hinterlassen hat?

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    2. Liebe Kalinka! Twoday.net hat auf Anfrage und mit Beileidsbekundung das Blog um 3 weitere Monate kostenfrei verlängert. Es liegt nun in den Händen des A. was mit diesem Blog geschehen wird. In Vergessenheit geraten wird Eugenie auch ohne ihre wunderbare Seite nie.

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    3. liebe momo,
      es ist auch möglich, das blog wieder auf ein „gratis-blog“ zurückumzuwandeln, dann bleibt es auf jeden fall auch über die drei monate hinaus erhalten. bzw. glaub ich dass twoday sowieso keine blogs unzugänglich macht, es sei denn, man bittet darum oder tut das mit entsprechenden rechten.

      und dass wir eugenie nicht vergessen, ist ganz sicher so.

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    4. Hallo Momo, Vergessen würden wir Eugenie gewiss nicht, aber ich fände den Verlust noch größer, würde der Link zu ihrer Seite in meiner Blogroll plötzlich ins Leere führen. Knallgrau sollte sich hier kulanter zeigen, zumal die Seite ja stilliegt. Die Seite aus Kostengründen abzuschalten hielte ich für ein Armutszeugnis.

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    5. Lieber Trithemius, der A. hatte mich seinerzeit gebeten, bei twoday anzufragen, er wollte die Seite dann eigentlich weiterbetreiben, aber ich weiß nun nicht, wie er sich inzwischen entschieden hat. Ich fände es auch sehr schade, wenn dies alles verloren ginge.

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    6. Ich habe noch einmal nachgeschaut, twoday schrieb, daß unbezahlte Blog normalerweise nicht deaktiviert werden, es sei denn bei größeren Systemänderungen, oder auf Wunsch. Das heisst, dieses Blog müsste auch weiterhin aufrufbar sein.

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    1. Dankeschön.

      Wenn in Traueranzeigen – oftmals von Firmen – geschrieben wird: „…wir werden….. stets ein ehrendes Gedenken bewahren“, so weiss man: es ist eine Floskel.

      Eugenie wird aber wirklich unvergessen bleiben.

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