Tag der Hausmusik

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Magnus Börjeson, Johannes Björk, Marcus Haraldson, Sanna Persson, Anders Vestergård and Fredrik Myhr – directed and edited by Ola Simonsson, Johannes Stjärne Nilsson , 2001, Schweden

(Wie meistens, empfehle ich natürlich den Vollbildmodus.)

Was Sie schon immer über mich wissen wollten

oder auch nicht…

Aber von vorne. Gestern hat mir Frau Samtmut (formerly known as Shaima) ganz mutig diesen Award an die Backe geklebt.

Und obwohl ich das Ding sofort loswerden wollte, hat es sich nach einer Zeit wider Erwarten ganz samtig angefühlt – schließlich ist es eine Ehre. Ich möchte mich also ausdrücklich bei Frau Samtmut für diesen Award bedanken, nicht nur, weil es so in den Regeln steht, sondern explizit dafür, dass sie mich hinterm Ofen vorgelockt hat.

Es sind sieben Dinge über sich zu erzählen und danach 15 weitere Blogs mit dem Award zu „beglücken“ – eigentlich… Ich werde allerdings nur sieben BlognachbarINNEn küren und nicht unbedingt damit rechnen, dass sie sich hier entdecken und angesprochen fühlen.

Here we go.

  • Ein grüner Button in meinem Blog! Das ist eine echte Herausforderung. Die Farbe Grün mag ich eigentlich nur beim Blick aus dem Fenster.
  • „Sie glauben alles alleine schaffen zu müssen.“ ist ein Satz aus meinem Horoskop, der leider stimmt. Früher war es beispielsweise so, dass ich mich trotz mehrerer potentieller Anreicher fast auf den Frühstückstisch legte, um an die Butter zu gelangen. Da ich ja nun nicht mehr so sportlich bin, bin ich ständig aufgefordert, meinen Mund aufzumachen. Und daran, stellen Sie sich vor, habe ich mich bis heute noch nicht gewöhnt.
  • So, und wo wir gerade bei Butter sind… Als gebürtige Schwäbin spreche ich nicht von DER Butter, denn im Ländle und in der „Schwäbischen Botschaft“ ist DER Butter männlich. Und DER wiederum lag in meiner Kindheit – wenn überhaupt, denn zu 99% gab es Margarine, sogenannte Arbeiterbutter – auf DEM Teller, was sich ja noch unauffällig anhört. Aber jetzt kommt’s. Eine in manchen Gegenden durchaus normale Bitte am schwäbischen Frühstückstisch lautet nämlich: Gibsch mir amol DES Teller mit DEM Butter. Aber ich kann Ihnen versichern, „das Teller“ habe ich mir inzwischen komplett abgewöhnt.
  • Jahrelang bot ich einen ziemlich merkwürdigen Anblick im Bett: immer auf dem Rücken, die Hände wie eine Verstorbene gefaltet, und das Ende der Bettdecke auf dem Kinn, weil ich es am Hals unerträglich fand. Inzwischen ist diese extreme Empfindlichkeit zu meinen Zehen gewandert. Die Schwierigkeit, die gleichzeitig zu berücksichtigen ist, Sie ahnen es: Ich bin eine Frau!… Daher habe ich mich für den Kauf einer Decke entschieden, die als Lamborghini unter den Bettdecken bezeichnet wird – ein Hauch von nichts aus Eiderdaune. Nächste Woche ist sie hoffentlich da.
  • Ich habe eine weitere merkwürdige Empfindlichkeit. Ärgert sich jemand in meinem Umfeld (z.B. über ein Missgeschick, einen verschossenen Elfmeter, etc.) fühle ich mich reflexartig schlecht, bedroht und schuldig. Mein Gehirn arbeitet glücklicherweise zuverlässig und führt noch einen Realitätscheck durch. Die Gefühle sind allerdings immer schneller.
  • Ich leide an einem äußerst hartnäckigen Arbeiterkind-Komplex: So fühle ich mich nach wie vor ungebildet und lasse mir das auch kaum ausreden, obwohl ich beispielsweise für die Diplomarbeit und in allen 7 Diplomprüfungen eine Eins bekommen habe. Wenigstens träume ich mittlerweile nicht mehr davon, bei einer Klausur zu versagen. Mit bald 56 Jahren ist es auch langsam Zeit.
  • Ich rege mich ziemlich häufig und leidenschaftlich über die mediale Berichterstattung auf – aktuell beispielsweise über die zum Selbstmordversuch eines Schiedsrichters. Diesen Aasgeiern würde ich den Kadi auf den Hals schicken. Alles, alles, absolut alles wird kapitalistisch ausgeschlachtet. Mann, der lebt noch und braucht Schutz vor euch – Saubande!

Ich überreiche diesem Award an
Momoseven X
die Hausmeisterin
die Falkin X
Kinkerlitzch3n
das Burgfrollein X
Teresa X
Bartynova X
– und weil ich ja doch neugierig bin, natürlich auch an jeden anderen meiner geschätzten Leserschaft, sofern nicht schon anderweitig bedient.

Doppelüberreichungen sind, wie ich inzwischen entdeckte, übrigens durchaus üblich, falls hier ein Blog steht, das Sie ebenfalls beglücken wollten.

Eben wurde ich von Edith gerügt: „Was soll denn diese Zurückhaltung? Außerdem hängt sich doch eh keiner selbst so einen Award um den Hals. Und wer ihn nicht haben will, lässt ihn eben einfach liegen.“ Recht hat sie! Also nominiere ich jetzt 8 weitere Blogs, von denen ich annahm, dass sie sich belästigt fühlen könnten, sowieso keine Zeit haben oder sofort Stöckchen-Pickel kriegen könnten:
Trithemius, Rinpotsche x, Schneck x, Frau SWA x, SHHHH, Jossele x, Profiler, und Nömix x. La-mamma x und Barbara x wurden ja erwartungsgemäß bereits „heimgesucht“. ; )

Blogwichteln 2011

Mutig habe ich mir dieses Jahr ein Herz gefasst und mich einfach angemeldet.

Die schöne Tradition des Blogwichtelns gibt es schon seit 2006. Man bekommt ein zu bewichtelndes Blog zugelost, welches man alsbald unter die Lupe nimmt und sich damit auseinandersetzt, um zum Stichtag (14.12.) einen Gastbeitrag zu verfassen, über den sich der Blogwichtel freut. Nach der Veröffentlichung am 16.12. geht dann natürlich sofort das Rätselraten los, wer da wohl am Werk war. In den Kommentaren darf dann nach Herzenslust spekuliert werden.

Wer auch mitmachen möchte kann sich bis 30.11. beim Wilden Kaiser anmelden. Auf geht’s!

UPDATE:

Hier die aktuellen Teilnehmer:

und natürlich

  • Wilder Kaiser von Memoires
  • Beeindruckend, bewegend, ansteckend und wert es aufzugreifen und weiter zu verbreiten

    Die Zeit der helfenden Hand, die sich zur Faust ballt – Das Manifest der radikal-ästhetischen Utopie

    Publiziert am 9. November 2011 von Duroy im Teppichhaus

    Was bedeutet radikale Aufklärung?

    Die radikale Aufklärung ist eine robuste Aufklärung, die sich nicht mehr so einfach übers Maul fahren und sich nicht einkaufen lässt. Eine Aufklärung, die sich nicht bestechen und vor allem nicht blenden lässt. Eine Aufklärung, die die politisch und zunehmend ökonomischen Zwangsverhältnisse, in die man uns bettet und zwingen will, nicht mehr hinnimmt. Eine Aufklärung, die radikale Worte wählt, um die alten Strukturen der Unterdrückung und Bevormundung abzuschaffen.

    Wir sind Mündel der oligarchischen Politikerkaste gewesen, die uns nicht mehr vertritt. Wir sind Gemaßregelte eines politisch-ökonomischen Willens gewesen, der nicht der unsere gewesen ist. Wer aber sind ”wir” jetzt?
    Wir sind viele. Nicht die 99 %, aber wir sind viele. Wir sind zugleich die geballte Faust gegen das System, wir sind die Mutbürger, wir sind, das doch wohl einmal vor allen Dingen, das Volk!

    Wir lassen uns das Staatsspieltheater nicht mehr im Zuschauerraum aufführen mit dauerimprovisierenden Laien der Zunft, die sich über uns kaputtlachen, derweil wir billig Applaus geben dürfen, Claqueure des Politsystems. Nein, wir wollen auf die große Politspiel-Bühne, dort agieren und da bleiben. (…)

    …weiterlesen im Teppichhaus oder direkt bei Paul Duroy in seinem Raumgewinnerblog.)