23 Kommentare zu „Global Change

  1. Occupy[ied] Auch in Stuttgart ziehen die [Mut]Bürger[innen] los: 14:00 Uhr BÖRSE
    [Ja, Stuttgart ist auch Börsenplatz, wenn auch nicht so bedeutend wie Mainhattan]. Hier gehts hin >>>
    http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=48.779614836395986~9.174802391941918&lvl=16&dir=0&sty=r&rtp=adr.~pos.48.779614836396_9.1748023919419_B%C3%B6rse%20Stuttgart_Stuttgart%2C%20Germany__e_&mode=D&rtop=
    0~0~0~&form=LMLTCC

    Eine Liste aller deutschen [österreichischen und Schweizer]Städte, die [mit Aktionen] mitmachen, ist hier zu finden, es sind nicht nur die Landeshauptstädte, auch in Kleinstädten wie etwa im oberschwäbischen Ravensburg mobilisieren sich die Menschen. Also zur Liste… hier>>> http://womblog.de/15-oktober-2011-europaweiter-aktionstag-zur-eurokriseeine-veranstaltungsliste-fr-d-a-ch

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  2. Global Change? Hm, diese Euphorie… Ich halte das, hierzulande, für Flashmob-Folklore. Tunesien, Spanien, Wall Street, Frankfurt – klar EINE Welt – aber völlig verschiedene Stadien der Entwicklung, Kultur, Politik. Es ist ein Witz vor den Banken campieren zu wollen. Logo, jeder der nicht selber einer ist, hasst diese Schmarotzer. Dennoch hat jeder, der ein paar Euro zuviel hat, ein Bankkonto. Die Weltrevolution findet nicht statt. Dazu lieben wir zu sehr den Konsum, den uns genau dieses System in zureichender Dosis verabreicht. Wer die Welt verändern will, muss nicht occupyen, campieren, frieren, sondern das GANZE SYSTEM, das bis in die eigenen Neurotransmittersubsysteme reicht analysieren und begreifen. Dann versteht man, welche Aufgabe ein wirklicher „global change“ bedeutet. Ansonsten geht vielleicht alles in Flammen auf. Ach das ist auch nett? Endlich mal was los. Ja, wozu Demokratie? Die ist dann mal schnell weg.

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    1. Erstaunlich Das Demonstrationsrecht ist ein Grundpfeiler unserer Verfassung. Warum wohl? Hatten die Väter und Mütter des Grundgesetzes grad mal Lust am Untergang, als sie dieses Freiheitsrecht verbrieft haben? Doch wohl kaum. Es offenbart sich in Ihrer Kritik ein erstaunliches Demokratieverständnis. Wo gibt’s das? Im Baumarkt?

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    2. Herr Trithemius, dass Sie sauer auf mich sind, hat wohl mit einem schwer verdaulichen Käsemenue zu tun.

      Wenn die Occupy-Helden heute Schilder in die Luft halten, worauf steht: „Ich bin so wütend! Ich male sogar ein Schild“, dann ist das nicht mal aus dem Baumarkt. Aber solch Dada-Zeug pubertierender Möchtegern-Revoluzzer gefällt Ihnen vielleicht besonders gut. Wenn Wolfram Siener sagt: „Es ist die Verantwortung der Banken, dafür zu sorgen, dass die Zocker nicht mehr zocken können“, applaudieren Sie dann auch?

      Andererseits: Demokratie ist wirklich schnell weg. Gerade in Griechenland wäre es nicht das erstemal in wenigen Jahrzehnten.

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    3. Meine Meinung bzgl des Wirkungsgehaltes von Demonstrationen hat sich weitreichend dahingehend geändert/ erweitert, dass derlei oftmals mehr dem Selbstbild dient und die individuelle Verantwortung Gefahr läuft in einer Art Pseydoaktionismus zu verpuffen. Noch gefährlicher finde ich diese Online-Aktionen bei FB. Ein Mouseklick und das soziale Engagement erhält sein Häkchen auf der To-Do-Liste. Es interessiert niemanden wirklich und es bewegt kaum etwas, ob nun 50 oder 500 Leute auf der Straße stehen und Fähnchen schwenken. Doch, gut, evtl könnte es zu Komplikationen im Straßenverkehr kommen, aber das war.s im bedauernswerten Groben. Es interessiert deswegen niemanden, weil es nur ein äußerliches Zeichen setzt, aber ins System nicht eingreift. Wer wirklich etwas tuen will und zwar nicht nur nach Außen, müsste also aus der individuellen Bequemlichkeit erwachen und sein Konto wechseln, oder gar auflösen. Das wird aber kaum jemand tuen, weil sie eben alle profitieren von dem, was sie anprangern. Ich hoffe, das verständlich wird was ich meine…?!

      ….zur Verdeutlichung…. nach der Fukushima-Katastrophe ging ein tierischer Anti-Atomkraft-Hype los. Aber davon, dass Leute auf der Straße rumstehen, lassen sich korrupte, wahlkampf-schauspielernde Politker kaum aus der Rolle bringen. Noch weniger davon, wenn FB-Profile mit putzigen Anti-Atomkraft-Icons aufgepimpt werden (meins zu der Zeit auch, man ist ja dabei und will das demonstrieren. Jetzt natürlich nicht mehr. Der Hype ist ja vorbei. Atomkraft leider nicht. Jetzt müsste ich konsequent das Profilbild mit einem eindrucksvollen GlobalChange bestücken. Verpennt.). Aber das eben REICHT nicht, es ver-ändert nicht. Und die Wenigsten waren so resolut, ihren Stromanbieter zu wechseln. Es hätte andere Möglichkeiten gegeben… ein-zu-greifen und zu DÄMONstrieren: resoluter Stromverzicht… für mindestens eine Woche. Aber … huch… das hätte ja Unanehmlichkeiten mitsichgebracht… und solange unsere Bequemlichkeit uns zu korrumpierbaren Wetterfähnchen verdammt, die genußvoll sich an den Zitzen des Kapitalismus laben, verendet jeder Pseydoaktivismus zu einer kläglichen Persiflage des Selbst.

      So und jetzt langer Rede garkein Sinn: Ich finde Demonstrationen ok, aber nur, wenn dieser Geste auch Taten folgen. Taten, die die Authentizität der demonstrierten Überzeugung unterstreichen. Wer keine Taten folgen lässt, kann mit seinem Hintern auch auf dem Sofa sitzen bleiben und sich über die Wohlstandsplautze streicheln, wärend im Hintergrund gemütlich der Stromzähler tickert. Nur, dem Gewissen, dem Selbstbild, dem dient das dann nicht.

      Hoffe, ich war nicht (zu) mißverständlich und am Thema vorbei….?!!!

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    4. Falkin hat völlig recht. Wir sind zu bequem. Vorerst wird sich noch nichts ändern. Der Leidensdruck wird erst zunehmen müssen, bevor wir uns wirklich bewegen.

      Bei den lustigen Okkupanten wie W. Siener reicht der Durchblick wirklich nur zu „einer kläglichen Persiflage des Selbst“. Und Global Change als Bewegung formuliert so schöne Ziele wie: Geldreform durch varible Zinsen, Einführung eines BGE (immerhin dies; man sollte sich aber mal klar werden, auf wessen Kosten das geht), für freien und fairen Wettbewerb und freie Wechselkurse zwischen verschiedenen Handelszonen. Eine Reform des Kapitalismus. Dafür gehe ich bestimmt nicht auf die Straße.

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    5. Ich frage mich gerade, was das bringen soll, die Demonstranten, meinetwegen Happening-Teilnehmer, Gefühligen, Wutbürger, Online-Petitenten usw. geradezu lächerlich zu machen.

      Ich sehe in den Demonstrationen den möglichen Beginn einer Bewegung. Selbst Häkchenmacher und Gefällt-mir-Klicker werden nach ihrem Tun zumindest das politische Tagesgeschehen vor einem anderen Hintergrund reflektieren, weil sie – meinetwegen durch einen läppischen Klick – trotzdem und zunehmend ihrer politischen Haltung ein wenig mehr „Fleisch an die Knochen“ fügen. Ich gestehe allen eine Entwicklung zu.

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    6. Liebe Eugene, es lag mir fern, i-wen lächerlich zu machen – außer evtl mir selber, wie dem geklammerten Inhalt wohl zu entnehmen ist. Wenn ein Häkchen einem Stein gleichkommt, der eine Reflektionslawine ins Rollen bringt, so ist dies großartig. Nur leider passiert oftmals nicht mehr außer einem Riesenbohai. Kennen Sie – außer der meinigen – auch nur einzige Person, die „zu Fukushima“ Strom abstellte und zwar mit allen ekeligen Konsequenzen? Ich nicht. Genau genommen ist mir auch niemand bekannt, der den Stromanbieter wechselte. Auf Nachfragen wurde rumgedruckst, was sich auf dem Kleinsten Nenner: zu faul zusammenfassen lässt. Umso mehr Leute kenne ich – da mir ja diverse BloggerInnen, wie auch FBlerInnen persönlich bekannt – die über das Setzen eines Icons nicht hinausdenken. Ich mag einfach nicht diese pseydoaktivistischen Aktionen, bei denen es den Einzelnen nur um ihr Ego/ Image, nicht aber um tatsächliche Veränderung geht. Und ganz ehrlich? Ich werde weder meine Girokonten, noch mein Depotkonto auflösen. Definitiv nicht, weil mein Geld schlau angelegt ist und gut für mich arbeitet. Soviel also zu mir und meiner Person. Würde ich nun an einer solchen GlobalChange-Demo teilnehmen, wäre ich doch an Scheinheiligkeit kaum zu übertreffen?!

      Ich bin grundsätzlich dafür, Dinge in Konsequenz durchzuziehen. Und selbstverständlich ist es auch sinnvoll kleine Schritte zu tätigen, statt keiner.. Auch Samenkörner sind winzig, vollbringen jedoch großes. Insofern es ein belebtes und kein inhaltloses Korn ist. … und meine Devise lautet, Funken zu schüren, um das Feuer am Laufen zu halten… deswegen verfolge ich mit einem, wie den meinigen Beitrag das Ziel die Leute zu mehr Konsequenz und Handlungsbewußtsein aufzurufen. I-wen lächerlich zu machen – s.v.- liegt mir fern.

      …grundsätzlich indes stimme ich Tom-ate zu, denn auch ich interpretiere für mich das Ganze als eine Reform des Kapitalismus und mit diesem Ansatz gehe ich nicht konform. Sollte es darum gehen, den Kapitalismus in sich zu zerschlagen, wäre ich umgehend bereit, meine Konten aufzulösen. Abwasser riecht nicht besser, nur weil ihm ein paar Tropfen Rosenöl hinzugefügt werden. Es tut mir leid, aber ich komme an die Nummer nicht ran. ;(

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    7. Liebe Falkin, den Riesenbohai machen ja vor allem die Medien, die eben auch alles kapitalistisch ausschlachten und einem zarten Pflänzchen den Zauber nehmen.

      Nach dem Hype gegen AKWs haben sicherlich etliche Demonstranten ihren Stromanbieter gewechselt und zumindest ein paar Standby-Gerätschaften abgeschaltet. Und mit diesem Hype hat auch eine Politisierung begonnen, die sich m.E. gerade fortsetzt.

      Aber wie gesagt – es ist ein zartes Pflänzchen! : )

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