5 Kommentare zu „Parteiunabhängig hörenswert!

    1. Hübsch … die Linke zeigt auf, wie der Kapitalismus zu retten wäre. Aber wenn man sich die verbohrten Zwischenrufe im Text ansieht, dann hat sich wohl der Kapitalismus zu blöde Politiker ausgesucht. Sie sind unfähig, den Raubttierkapitalismus zu bändigen. Deshalb wird der Karren an die Wand fahren, und dann werden die Parteien, die alles angerichtet haben, hinweggefegt. Fragt sich nur von wem. Wegen der Gefahr eines neuen Rechtspopulisten kann man sich nicht mal über den Tatbestand freuen. Gestern war ich auf einer Wahlveranstaltung von Die Linke. Diether Dehm und Oskar Lafontaine traten auf, sagten im Wesentlichen, was Gysi im Bundestag gesagt hatte. Dehm kann überdies toll singen, hat auch den Song „Monopoli“ geschrieben – für seinen Vater. Klaus Lage hat den 1984 gesungen, aber Dehm kann es auch.


      Jedenfalls wurde die Veranstaltung zu Beginn von einem lautschreienden Mann gestört. Er rief: „Die Halunken haben mir meine Kinder weggenommen!“ Er konnte gar nicht beruhigt werden. Das ist die Hypothek, weshalb die Linke nicht genug Zulauf bekommt: die alte SED-Vergangenheit. Und weil die Propaganda der Neoliberalen in Presse und Politik immer wieder auf die SED-Vergangenheit von Teilen der Linken abhebt, ist von denen nach einem Zusammenbruch nicht viel zu erwarten. Man traut ihnen nicht. Ich sehe grad mal ziemlich schwarz.

      Gestatte mir, einen Text von Paul Duroy hier zu verlinken, weil er passt und Duroy ein bisschen weiter in die Zukunft geschaut hat, als das derzeit geschieht. Er sieht die Chance, dass wir durch das Scheitern des Kapitalismus an Menschlichkeit gewinnen. Aber es liegt natürlich an jedem einzelnen, ob er das anzunehmen bereit ist.
      http://raumgewinner.blog.de/2011/09/05/episoden-ertragreichen-erwerbslosigkeit-hohe-zeit-entspannenden-imperativ-11788440/

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    2. Ich bin ja seit vielen Jahren durch und durch grün. Aber jetzt ist es wohl an der Zeit, in die Fußstapfen meines Großvaters zu treten, den ich leider nie kennenlernen durfte.

      Scheitern als Chance war ja schon einmal Paul Duroys Thema. Ich sehe, entgegen meiner Natur, gerade kein Licht am Ende des Tunnels. Wenn wir nur Politiker wie Ivan Illich hätten…

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  1. Ich fürchte, mit dem Ausdruck „Systemkrise“ hat er nicht recht in seiner brillanten Rede. Was sich da anbahnt, ist das Ende des Systems, wie wir es jahrhundertelang gerne als selbstverständlich und alternativlos betrachten wollten. Krisen können überwunden werden – die Auswirkungen der Exponentialfunktion hinsichtlich Zins & Zinseszins jedoch nicht.

    Und weil’s so ruhig ist unter Ihrem heutigen Beitrag, liebe Eugene, noch ein Nachtrag: „We cannot let others do our thinking for us“. Das sagte Dr. Albert A. Bartlett in seinem anschaulichen Vortrag über die Bedeutung der Exponentialfunktion.

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