***AUSGELADEN***

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Da vielleicht nicht jeder gut mit Zieglers Schweizer Akzent klarkommt, HIER zum Nachlesen.

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Mal wieder Lust auf Sprechwürfeln?

Da kommen teilweise Kreationen zustande…

Wurfolm
Rübenwender
Schüttelfrostkaschemme
Sechserpackbizeps
Bildschirmschafe

oder Zampanologie (um wenigstens ein paar zu nennen.)

… da könnte man mit dem einen oder anderen durchaus das Netz infizieren und nach einer gewissen Zeit schauen, welche Neuschöpfung Überlebenschancen hatte.
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Edith hat inzwischen von Shaima erfahren, dass es jetzt die Version 3.0 gibt. Neueinsteigern empfiehlt sie allerdings, unbedingt mit Version 2.0 zu beginnen, da die psychische Belastung beim Gebrauch von 3.0 nicht zu unterschätzen sei!

Ich war jung und brauchte das Geld

An der Seite eines arbeitslosen Musikers wird mir eines Tages klar, dass das Haushaltseinkommen – sagen wir mal – verbesserungswürdig ist. Und so trage ich mich mit dem Gedanken, mittels einer sitzenden Tätigkeit als Telefondame am Empfang oder so, für zusätzliche Einnahmen zu sorgen. Schon bald finde ich auch eine ansprechende Anzeige:

Frau Abcxyz klingt äußerst sympathisch. Ich erzähle ihr gleich ein bisschen von mir und meiner Situation, bis sie mich mit einer Frage unterbricht: „Sie wissen aber schon, worum es sich bei unserer Dienstleistung handelt?“ „Hmm, nein…?!“ „Ich sage es Ihnen besser gleich. Wir arbeiten im erotischen Bereich. Sind Sie dann noch interessiert?“ Huch, das hatte ich ja überhaupt nicht auf dem Schirm! Wir lachen beide herzlich über meine Naivität.

Drei vier Wochen später stolpere ich erneut über diese Annonce. Inzwischen hat es in mir schon ein wenig gearbeitet, und ich habe mich an meine „Aufgeschlossenheit“ erinnert – daran, dass ich eh schon einmal zusammen mit der bisexuellen Sarina für eine Tonaufnahme ordentlich gestöhnt habe.

Und zwar an einem sehr lustigen Winternachmittag. Ein Grüppchen befreundeter Schwuler, Sarina, mein damaliger Freund und ich statten Annie Sprinkle in Bremen einen Besuch ab. Da gerade Andrew McKenzie von Hafler Trio anwesend ist, entwickelt Annie spontan die Idee, die Hintergrundstimmen für die Performance mit den festgenagelten Dildos im Abendprogramm deutsch sprechen zu lassen. In Windeseile wird der Text übersetzt und die Rollen verteilt. Schwule in den Rollen überwiegend primitiver Freier! Was haben wir für einen Spaß, vor allem auf Kosten von Paul, der seinen wüsten Text wiederholt wie ein Beamter vorträgt.

Frau Abcxyz kann sich sofort wieder an mich erinnern und freut sich, von mir zu hören, dass ich mir das einfach mal unverbindlich anschauen werde.

Die Einführung findet eine Etage über dem Sex-Shop im Bahnhofsviertel statt. Schon beim Betreten des Hauses ist mir sonnenklar, dass dieser Job absolut nichts für mich sein wird. Da habe ich mich selbst mal wieder fast überholt, indem ich schneller und mutiger als ich selbst war. Aber neugierig wie ich bin, und wo ich nun schon mal da bin…

Im Foyer sitzen zwei korpulente Matronen, die vorab das Organisatorische klären und die Anrufer anschließend an die jeweils passende Telefonistin weiterleiten. Hinter der Glastüre ein paar eher gelangweilte Damen mittleren Alters und ein junger Mann, der gerade in einer Kabine telefoniert. Es scheint noch nicht viel los zu sein. Eine in die Jahre gekommene, ledrig braungebrannte, pechschwarz gefärbte Schönheit auf mörderischen Highheels empfängt mich und nach und nach weitere Interessentinnen. Mit ihrem Decolletée, der rauchigen Stimme und dem slawischen Akzent erfüllte sie so ziemlich alle Klischees einer Halbweltdame. Sie bittet uns in den angrenzenden Raum, wo sie uns in den nächsten drei Stunden in die Geheimnisse der erotischen Gesprächsgestaltung einführen will.

Um es kurz zu machen: Eine einzelne versierte Telefonistin, erfahre ich, hat viele Namen und bedient so ziemlich alle Vorlieben. Sie hat kurze, lange, lockige, glatte, blonde, rote, braune, schwarze, graue Haare, ist groß, klein, dick, dünn, jung, alt, naiv, brav, versaut, devot, dominant, was Mann eben so begehrt. Und ein erfolgreiches Gespräch dauert im Schnitt 6 Minuten.

Huch, bei mir klingelt’s gerade. Ich bin dann mal weg!

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Und so hört es sich an, wenn eine versierte Telefonistin an ihre Grenzen kommt.

Telefonsex ist soo … *stöhn*

Dieter: Hallo Blümchen!

Tamara: Hier ist Tamara. Blümchen ist leider krank. Und wer bist du?

D.: Ich bin der Dieter.

T.: Hallo Dieter, dein Name wirkt sehr erotisch auf mich. Ich muss dich jetzt einfach anmachen!

D.: Hallo du, ich habe nichts dagegen! Wie siehst du denn aus?

T.: Ich trage eine rote Bluse, einen Minirock und hohe Absätze. Ich trainiere meinen Körper jeden Tag, bin gebräunt und sehr gut gebaut. Meine Maße sind 91-60-91. Wie siehst du aus?

D.: Ich bin 1,77 Meter groß und wiege 93 Kilogramm. Ich trage gerade eine Brille und habe eine blaue Unterhose an, die ich vor 14 Tagen bei KIK gekauft habe. Außerdem trage ich ein T-Shirt, auf dem leider ein Soßenfleck vom Mittagessen ist.

T.: Ich will dich. *stöhnt* Willst du mich auch?

D.: Ok, leg einfach los.

T.: Wir sind in meinem Schlafzimmer. Ruhige Musik spielt bei Kerzenschimmer, und ich schaue lächelnd in deine Augen. Meine Hand arbeitet sich hinunter zu deiner Gabelung und beginnt dich dort zu streicheln.

D.: Ich schlucke und beginne zu schwitzen.

T.: Ich ziehe dir dein T-Shirt aus und küsse deine Brust.

D.: Nun knöpfe ich deine Bluse auf. Meine Hände zittern.

T.: *stöhnt zart*

D.: Ich nehme deine Bluse und lasse sie langsam hinuntergleiten.

T.: Die kalte Seide gleitet von meiner warmen Haut. Ich reibe an deiner empfindlichsten Stelle. *stöhnt*

D.: Meine Hände beginnen plötzlich spastisch zu zucken und reißen unglücklicherweise ein Loch in deine Bluse. Es tut mir leid.

T.: Das ist OK, die war wirklich nicht so teuer.

D.: Ich bezahle sie.

T.: Mach dir darüber keine Sorgen. Ich trage einen schwarzen Spitzen-BH, meine weichen Brüste heben und senken sich. *atmet schwer*.

D.: Ich fummle am Verschluss deines BHs herum. Ich glaube, er klemmt. Hast du eine Schere?

T.: Ich nehme deine Hand und küsse sie sanft. Ich greife nach hinten und öffne den Verschluss. Der BH gleitet von meinem Körper. Die Luft streichelt meine Brüste.

D.: Wie hast du das gemacht? Ich nehme den BH und untersuche ungläubig den Verschluss.

T.: Ich wölbe meinen Rücken. Oh Baby. *stöhnt* Ich möchte dich überall spüren.

D.: Ich lasse den BH fallen. Nun küsse ich deine, du weißt schon, Brüste. Sie sind toll!

T.: Ich fahre meine Finger durch dein Haar. Jetzt knabbere ich an deinem Ohr.

D.: Ich niese plötzlich. Deine Brüste kriegen was ab.

T.: Was?

D.: Es tut mir so leid. Ehrlich.

T.: Ich wische meine Brüste mit den Überresten meiner Bluse ab.

D.: Ich nehme dir die nasse Bluse ab und lasse sie zu Boden plumpsen.

T.: OK. Ich ziehe dir deine Boxershorts runter und reibe an deinem … *stöhnt*

D.: *schreit wie eine Frau* Deine Hände sind kalt!

T.: Ich ziehe meinen Minirock aus. Zieh du mir mein Höschen aus!

D.: Ich ziehe dir deinen Slip aus. Meine Zunge streicht über deinen Körper, meine Lippen knabbern … ähm … warte ’ne Minute.

T.: Wo liegt das Problem?

D.: Ein Schamhaar ist in meinem… Ich ersticke!

T.: Bist du OK?

D.: Ich habe einen Hustenanfall und werde knallrot.

T.: Kann ich dir helfen?

D.: Ich renne würgend zur Küche und taste den Schrank nach Tassen ab. Wo bewahrst du deine Tassen auf?

T.: Im Schrank rechts neben dem Spülbecken.

D.: Ich trinke eine Tasse Wasser. Ja, das ist besser.

T.: Komm zu mir zurück, Geliebter.

D.: Ich wasche gerade noch die Tasse ab.

T.: Ich drehe mich auf dem Bett für dich herum.

D.: Ich trockne die Tasse ab. Jetzt stelle ich sie in den Schrank zurück. Und nun gehe ich zurück in das Schlafzimmer. Warte, es ist dunkel. Ich habe mich verlaufen. Wo ist das Schlafzimmer?

T.: Letzte Tür auf der linken Seite am Ende der Diele.

D.: Ich habe es gefunden.

T.: Ich zerre dir deine Hosen hinunter. *stöhnt*. Ich will dich so sehr.

D.: Ich auch.

T.: Ich küsse dich leidenschaftlich – unsere nackten Körper drücken sich aneinander.

D.: Autsch, du drückst meine Brille ins Gesicht.

T.: Warum nimmst du deine Brille nicht ab?

D.: In Ordnung, aber ich kann ohne sie nicht so gut sehen. Ich lege sie auf den Nachtschrank.

T.: Ich beuge mich übers Bett. *stöhnt* Mach’s mir, Baby.

D.: Ich muss pinkeln. Ich ertaste mir meinen Weg blind durch das Zimmer zum Bad.

T.: Eile zurück, Geliebter.

D.: Ich habe das Badezimmer gefunden, aber es ist dunkel. Ich taste nach der Toilette. Ich hebe den Deckel.

T.: Ich warte sehnlichst auf deine Rückkehr.

D.: Ich bin soweit fertig. Ich suche nach der Toilettenspülung, aber ich kann sie nicht finden. Uh-oh!

T.: Wo ist jetzt das Problem?

D.: Ich habe festgestellt, dass ich in deinen Wäschekorb gepinkelt habe. Entschuldige nochmals. Ich komme zurück und ertaste blind den Weg. zum Schlafzimmer

T.: Mmmh, ja. Beeil dich!

D.: OK, nun stecke ich mein …du weißt schon …Ding…in dein… du weißt schon… .

T.: JA! Mach es mir, Baby! Mach es!

D.: Ich berühre deinen Hintern. Es fühlt sich so schön an. Ich küsse deinen Hals. Ähm, ich habe ein paar Probleme hier.

T.: *stöhnt* Ich kann es nicht eine Sekunde länger ertragen! Nimm mich jetzt!

D.: Ich bin kraftlos.

T.: Was?

D.: Ich bin schlaff. Ich kann keine Erektion kriegen.

T.: Ich stehe auf und drehe mich um; ein ungläubiger Blick auf meinem Gesicht.

D.: Ich zucke traurig mit den Schultern. Es rührt sich nichts. Ich nehme meine Brille und schaue, was nicht stimmt.

T.: Nein, nicht wichtig. Ich ziehe meine Unterwäsche wieder an. Jetzt ziehe ich meine nasse, widerwärtige Bluse an.

D.: Nein, warte! Ich versuche den Nachttisch zu finden. Ich stoße die Haarspraydose, den Bilderrahmen und deine Kerzen um.

T.: Ich knöpfe meine Bluse zu. Nun ziehe ich meine Schuhe an.

D.: Ich habe meine Brille gefunden. Ich setze sie auf. Mein Gott! Eine von den Kerzen ist auf den Boden gefallen. Die Gardine brennt!

T.: Fahr zur Hölle. Ich lege auf, du Looser!

D.: Jetzt brennt der Teppich! Oh neeeiiinn!

Tut – tut – tut – tut – tut . . .
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Als Vorlage diente größtenteils das.