38 Kommentare zu „Über Industrienahrung

  1. Ich musste nach 30 Minuten Film abbrechen. Hunger stellte sich ein und ich wußte nicht, was ich essen soll. Das Ganze ist einfach ekelhaft und in Verbindung mit den jüngsten Ereignissen um EHEC kündigt sich wohl eine ähnlich dramatische Entwicklung hierzulande an.
    Was jedoch nicht schlüssig ist und mit keinem Wort erwähnt wird, ist ein signifikanter Zusammenhang des Rückgangs der Lebensmittelkontrollen, das wird nur sehr einseitig und mit mehreren Minuten Film dazwischen kurz in den Raum geworfen: in den 70er Jahren gab es ca. 50.000 Kontrollen und 2007? nur noch knapp über 9.000, eine logische Konsequenz, wenn man bedenkt, dass die Anzahl der Schlachthöfe von mehreren 1.000 auf insgesamt 13 herabgesunken ist. Investigativer Journalismus gut und schön aber dann doch bitte nicht àla Michael Moore.

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    1. Wenn man die etwas unangenehm ausgewalzte Geschichte mit Kevin übersteht, wird es wieder besser. Es geht danach auch nicht mehr um EHEC. Ich wollte hauptsächlich dem gerade vermehrt grassierenden Bio-Bashing etwas entgegensetzen.

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  2. Der Film scheint interessant zu sein, ich werde ihn mir bald ganz anschauen, sobald ich die Zeit habe.

    Eigentlich müsste jedem klar sein, dass alles, was man im Supermarkt kaufen kann, nichts mit unserer Vorstellung zu tun hat, wo es herkommt oder was die Verpackung uns weismachen will. Würden alle Tiere auf idyllischen Farmen aufwachsen, hätten wir keinen Platz mehr, oder? Wo sollen all die Früchte etc. wachsen, die weltweit verarbeitet werden? Und dann bitte auch noch ökologisch und ohne Giftstoffe, sie sollen aber auch keine Schadstellen haben, dürfen nichts kosten und sollen noch tagelang haltbar sein, obwohl sie eine halbe Weltreise hinter sich haben.

    Das ganze System ist so irre… Jeder, der schon einmal eigenes Gemüse gezogen und geerntet hat, kennt den Unterschied. Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen und habe somit Glück zu wissen, wo unser Fleisch her kommt und wie. Fleisch gab es da nur einmal die Woche, dafür vom eigenen Vieh. Ganz frische Eier, ein Traum.

    Ganz schlimm finde ich, wieviele Tiere umsonst leiden und sterben müssen, weil die Ware gar nicht mehr verkauft wird und vernichtet werden muss.

    Man darf gar nicht wirklich drüber nachdenken, weil man dann wirklich nicht mehr weiß, was man noch essen kann. „Echte“ Biolebensmittel sind unbezahlbar. Da kann man eigentlich nur froh sein, dass der Mensch so ein anpassungsfähiges Lebewesen ist…

    Danke Frau Eugene für den Link 🙂

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  3. Danke! Sicherlich auch mit angeregt durch die gute Ernährung bei Dir Zuhause, habe ich in der letzten Zeit meine Ernährung komplett umgestellt. Obwohl ich wenig Geld habe, ist es machbar, fast ganz auf Bio umzusteigen, ich esse andere Sachen als vorher, weniger Fleisch, und praktisch keine chemisch veränderten Lebensmittel mehr. Und es funktioniert! Ich komme inzwischen ohne Brühwürfel zurecht, und sogar praktisch ohne Zucker. Dafür leiste ich mir gute Bio-Butter, und lerne gerade, mir total leckere Brotaufstriche selbst zu machen, aus Linsen, Kichererbsen, Sonnenblumenkernen.
    Natürlich ist es einfacher, wenn man allein ist, denn es ist schon ein bißchen teurer, und ich kann mir nicht immer alles leisten, auf was ich gerade Lust habe, aber auch daran kann man sich gewöhnen, wie an so vieles. Da ich gesundheitliche Probleme mit dem Bauch habe, kommt mir die neue Art meiner Ernährung sehr entgegen, und es ist kein Verzicht mehr, es war lediglich eine Entscheidungssache.
    Nach diesem Film fühle ich mich darin weiter bestärkt, in dieser Richtung zu gehen, und mich zu öffnen für neue Möglichkeiten und bewussterem Umgang mit Essen!

    🙂

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    1. @ momo Nicht, dass da ein falscher Eindruck entsteht. Bei uns gibt es keine puristische Vollwerternährung, höchstens annäherungsweise. Bei mir steht eindeutig Geschmack und Genuss im Vordergrund. : )

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    2. Weiß ich doch! Und das (Geschmack, Genuss) ist auch mir immer noch extrem wichtig. Aber ich lerne jetzt, daß ich das auch ohne Chemie (Brühwürfel und Tütensupp) hinkriegen kann, und sogar besser.
      @rini: neulich machte ich einen Belugalinsenaufstrich, der erinnerte auch an Hausmacherleberwurst, zumindest im Aussehen…;-)

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    3. Rezept: „Hunde, wollt ihr ewig Leber?“

      3 feingehackte Zwiebeln
      100g Margarine od. Butter
      70-100g feines Weizenschrot (fak. Dinkel)
      1/4 l Gemüsebrühe
      4 EL Hefeflocken
      2 TL Obstessig
      je 1 EL Gomasio und Majoran
      2 TL Thymian
      1 Msp. Zimt
      1 TL schwarzer Pfeffer

      Zwiebeln in 50g Fett goldgelb werden lassen, Schrot dazugeben +anrösten, mit Brühe ablöschen und dicken Brei kochen, restliches Fett unterheben, alle Gewürze dazu vermengen. Abfüll in Marmeladegläser.

      Wohl bekomm’s!

      Herzlich, Rini

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    4. Bei os däd mr saga „Käpsele“ 😉 Aber ohne deine Hilfe und unendliche Geduld und Hingabe hätt ich es nicht geschafft.

      Möge es dem A. schmecken 🙂 Er kann dir ja dann zum Ausgleich dasselbe ohne Zimt machen.

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    5. War da, wurde aber nicht angezeigt. Den Rest hab ich befolgt 🙂 Nur wenn ich alle vordatiere, wird der Link nicht angezeigt. Egal, dann ist es halt jetzt so wie es ist, musst halt fleißig Kommentare schreiben ^^

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  4. Nach Wahlmöglichkeiten suchen wird immer schwieriger.
    Im Österland haben wir eine „Nätürlich – Bio Marke“, die haben gerade Zwiebel aus Argentinien.
    Einkaufen sollte bald einmal als Unterrichtsfach etabliert werden.

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