Im Labyrinth des PentAgrion und auf den Spuren von L.

Da stolpere ich seit heute neugierig und noch ganz naiv dem Hauptstrang der letzten Expedition hinterher und habe das Gefühl, dass es sich lohnen wird. Der Einstieg in das unterirdische Gewölbe befindet sich in der neuen Hauptfiliale des Teppichhaus Trithemius. Von dort aus gelangt der neugierige Sucher in die Cafeteria der Bloguniversität, wo sich der alte Einstieg zum Geheimnis der Papiere des PentAgrion befindet.

So gegen Mitternacht dann lese ich seit kurzem die Briefe der L. aus K****, in denen sie Dr. Sago von ihrem Tag in der Fremde berichtet.

Überall Geheimnisse. Und dann liegt da noch Die Nemesis der Medizin auf meinem Nachttisch…
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btw – Nemesis bestraft vor allem die menschliche Selbstüberschätzung. Mal sehen, ob und was auf der Strecke bleibt. Wundert euch also nicht, wenn es hier in nächster Zeit nicht viel zu lesen geben wird und wenn ich mich bei euch mit Kommentaren zurückhalte.

22 Kommentare zu „Im Labyrinth des PentAgrion und auf den Spuren von L.

  1. Och nööööö, nicht zurückhalten, büddddäääääää. Ich komme gerade in die Phase in der das Chaos nachlässt und ich ab und an mal wieder die Lage in Kleinbloggersdorf in Augenschein nehmen kann. Und dann kommen Sie mir so Madame Öschenie – och nöööööö.

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  2. Vielen Dank für den Hinweis! Und für die „Perlen“. Mit Illich zu konkurrieren, das ist freilich schwer. Es macht mich jedenfalls froh, mal mit ihm in einem Atemzug genannt zu werden, was natürlich mir nicht wirklich zukommt.
    Bei PentAgrion geht es wahrscheinlich morgen weiter.

    Schöne Grüße
    Trithemius

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  3. Vielleicht ist das Teppichhaus auch ein Grund dafür, warum ich gar nicht so unter Entzugserscheinungen wegen Aufgabe des Kondensats leide. Das Teppichhaus gefällt mir viel besser, bzw. PentAgrion.

    Seit zwei Tagen bin ich jetzt wirklich gelöscht. Ein eigenartiges Gefühl.
    Aber es ist eigenartig. Kein Auto (seit 2 Jahren) und jetzt kein Alkohol, kein Kaffee und kein „Aktiv-Bloggen“ seit schon eineinhalb Monaten. Die Zeit vergeht so wahnsinnig schnell. Und ich merke, wie es mir gut tut.

    P.S. Und das alles freiwillig – ohne ärztliche Verordnung;)

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    1. @ Steppenhund

      Dass Sie Ihr Blog stillgelegt und jetzt sogar gelöscht (?) haben, bedauere ich. Ihren Entschluss kann ich aber nachvollziehen. In den fünf Jahren meines Bloggens habe ich mehrmals längere Pausen eingelegt, um mich wieder zu erden. Das hier ist schon eine eigenartige Welt, und manchmal denke ich, der Mensch ist eigentlich nicht für die digitale Kommunikation gemacht, sondern muss erst langsam Kategorien dafür entwickeln, vor allem gut aufpassen, sich nicht zu verlieren. Es freut mich, Sie gelegentlich als Kommentator zu erleben, auch bei PentAgrion.

      Schöne Grüße
      Trithemius

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    2. @steppenhund Sie werden lachen, an Sie dachte ich gestern abend im Zusammenhang mit den Papieren des PentAgrion. Ich las zwar irgendwann mal online ein bisschen von Doderer – leider wieder vergessen welche Geschichte – habe aber das vage Gefühl, dass es da eine Verbindung zu den Papieren geben könnte. 🙂 Wer, wenn nicht Sie, könnte dem auf die Spur kommen.

      Gratulation zu Ihrer Willensstärke!

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    3. Die skurile Nasenzangenstory war’s jetzt fällt es mir wieder ein!

      So, jetzt gehe ich wieder ins Labyrinth, denn ich hab noch ganz schön was vor mir. Bei den Kommentaren dort muss ich wohl etwas kürzer treten.

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    4. Jetzt geht’s wieder, aber schleppend. Die gelegentliche Unerreichbarkeit war aber nicht der Grund für meinen Umzug, sondern die zunehmende Kommerzialisierung. Man hat sich von Burda aufkaufen lassen, und das sagt eigentlich schon alles. Die blauen Männchen haben mich heute ziemlich am Fortkommen gehindert, denn ich muss ja auch immer wieder im Labyrinth des PentAgrions umherwandern. Und meine Bilder lade ich dort hoch, weil bei twoday nicht genug Speicherplatz. So weiß ich nicht, ob ich heute noch etwas veröffentlichen kann, spätestens aber morgen. Ist Ihnen vielleicht ganz recht so, liebe Eugene Faust.

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    5. @ Eugene Faust & Steppenhund

      Meine Heimito-von-Doderer-Lektüre liegt schon ein bisschen länger zurück. Wutanfälle hat mein Ich-Erzähler nicht, aber manchmal plagt ihn ein Grimm, fast so bodenlos wie in Doderers „Trethoven“.

      Willensstärke muss ja wie alles beim Menschen trainiert werden. 😉 Wenn man sich und seine Launen an der zu langen Leine führt, schwächt sie sich ab wie ein erschlaffender Muskel. Man müsse seinen Kardinalfehler kennen und bekämpfen, sagt Gracian in seiner Kunst der Weltklugheit, dann kippen alle anderen wie Dominosteine. Bei mir ist’s die Prokrastination. Deshalb habe ich die Bruderschaft der 30 Handgriffe gegründet, deren wesentliche Idee ist, dass man die eigene Welt in Ordnung hält, solange man sie mit 30 Handgriffen noch sortieren kann.

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    6. Der echte Prokrastinierer sei nicht etwa faul, sondern Multitasker.
      Vielleicht kennen Sie das ja schon:

      Max Goldt „Prekariat und Prokrastination“
      Teil 1

      Teil 2

      Bin im Labyrinth erst in Abschnitt 15. Aber jetzt gehe ich erst einmal die 30 Handgriffe gugeln. 🙂

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    7. Dafür exklusiv – das noch unveröffentlichte Manifest Bruderschaft der 30 Handgriffe

      Manifest, erklärt dem Kamm

      Hätte ein jeder Gegenstand in meinem Besitz ein eigenes Ich, würde also sich und mich wahrnehmen, dann würden die Gegenstände mir berichten, dass es ihnen ganz gleichgültig ist, wo sie gerade liegen, wenn’s nur bequem ist. Mein grobzähniger Kamm etwa könnte sagen, dass er genauso gut in meinem Jackett stecken wollte wie auch im Regal oder unter dem Tisch liegen. Selbst auf der Badablage unterm Spiegel hätte er schon gut gelegen. Wenn ich ihn also suchte, denn sei es mein, nicht sein Problem. Was ich nämlich als Ordnung empfinden würde, sei letztlich eine Illusion, mehr noch ein Wunschbild.

      Aus menschlicher Sicht würde ich dem Kamm folgendes sagen: Mir ist völlig klar, dass in der Ordnung das Chaos schlummert, ja, sich eigentlich nur klein macht oder tarnt, damit der Anschein von Ordnung entsteht. Soeben noch hatte ich sichtbares Chaos unter den Füßen. Der heftige Westwind hatte nämlich auf dem Bürgersteig einen langen Teppich aus Laub ausgerollt. Ich ging hindurch, und meine Stiefel verschwanden im Chaos. Da ich aber ging, habe ich mich diesem Chaos entzogen und ihm vor allem seine Bedeutung abgesprochen. Denn ich spürte die Ordnung der Bodenplatten unter meinen Sohlen. Das gab mir die Sicherheit, über einen anderen Aspekt der Blätter nachzudenken, ihrem Chaos einen neuen Sinn zuzuweisen: Die Schönheit eines raschelnden Blattes in der Dunkelheit.

      So erhebt sich die Kunst des Lebens über das Chaos und daher ist diese neue Kunst außerhalb von Ordnung und Chaos, zumindest solange sie immateriell ist und keinen Zerfallsprozessen unterworfen. Wir müssen uns dazu von der Auseinandersetzung mit dem Material verabschieden. Wir gehen nicht mehr hin, wo dieser Hahnenkampf abgehalten wird, dieses blutige Spektakel. Unsere Kunst ist stofflos und rein. Wir sind die Bruderschaft der 30 Handgriffe.

      „Wieso 30 Handgriffe?“, fragt mein grobzähniger Kamm. Und ich sage: Durch eingehende Beobachtung der menschlichen Art sind wir zu dem Schluss gekommen, dass eine jede von Menschen geschaffene Ordnung zu zerfallen droht, wenn sie nicht mit 30 Handgriffen wiederhergestellt werden kann. Es handelt sich dabei um ein menschliches Maß, abgeleitet von des Menschen Körperlichkeit wie die Maße: Fuß, Handvoll, Elle und drgl.

      Was der Mensch als gegenwärtig erlebt, dauert drei Sekunden. Leichtfasslich sind ihm noch die Ereignisse innerhalb von fünf Sekunden. Die Schläge einer Kirchturmuhr lassen sich noch innerhalb von fünf Sekunden nachvollziehen und zählen. 30 Handgriffe á fünf Sekunden, das sind 150 Sekunden. Wer nicht dem Chaos erliegen will, sollte sein Umfeld innerhalb dieser 150 Sekunden schwingen lassen. Dich, du dummer Kamm, der du dich nie zu melden bequemst, wenn ich dich rufe, dich ziehe ich jetzt durch mein Haar und lege dich anschließend einfach auf die Kommode. Dann befindest du dich innerhalb der 150 Sekundentoleranz. Denn es wird mir ein Leichtes sein, dich zu nehmen und dich innerhalb dieser Zeit ins Bad zu tragen und auf der Ablage unterm Spiegel zu deponieren, wo du nach meinem Begriff hingehörst. Nicht etwa in meine Manteltasche. Was erfrechst du dich, da hinzuschleichen?!

      Eine Ordnung, die sich mit 30 Handgriffen wiederherstellen lässt, ist unser Ideal. Wir beten sie nicht an, sondern erstreben sie nur. Nach oben wie nach unten wollen wir vielmehr eine unscharf berechenbare Randzone geltend machen. Denn es ist spannend nach oben zu schauen, ob man dem sich entwickelnden Chaos noch mit 30 Handgriffen beikommen kann. Auch nach unten begrenzen wir uns. Zuviel Ordnung ist nicht anzustreben. Wir wollen auch sehen, was aus dem allgegenwärtigen Chaos entsprießen kann. Wir lieben den Hochseilakt zwischen Chaos und Ordnung.

      Das ist das Manifest, erklärt dem Kamm.
      Jules van der Ley
      Teppichhaus Trithemius

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