Adler gegen Klapperschlangen

Es ist mal wieder an der Zeit ein klassisches psychologisches Experiment im Zusammenhang mit sozialen Gruppen vorzustellen:

  • Mit dem Ferienlagerexperiment, das in den 50er Jahren von dem Sozialpsychologen Muzafer Sherif durchgeführt wurde, konnte gezeigt werden, was notwendig ist, um Stereotype abzubauen, und dass es nicht ausreicht, einfach genügend Kontakt zwischen rivalisierenden Gruppen herzustellen. Es stellt einen Meilenstein in der Konfliktforschung dar.

    Bildquelle: brainz

  • Auch sehr spannend in diesem Zusammenhang sind die Minimalgruppen-Experimente des Sozialpsychologen Henri Tajfel. Sein Kandinsky/Klee-Experiment (1971), bei dem Versuchspersonen völlig willkürlich in zwei Gruppen eingeteilt wurden, zeigte, dass die bloße Gruppenzugehörigkeit als Ursache für Diskriminierung ausreichen kann.

Adler gegen Klapperschlangen

Es ist mal wieder an der Zeit ein klassisches psychologisches Experiment im Zusammenhang mit sozialen Gruppen vorzustellen:

  • Mit dem Ferienlagerexperiment, das in den 50er Jahren von dem Sozialpsychologen Muzafer Sherif durchgeführt wurde, konnte gezeigt werden, was notwendig ist, um Stereotype abzubauen, und dass es nicht ausreicht, einfach genügend Kontakt zwischen rivalisierenden Gruppen herzustellen. Dieses Experiment stellt einen Meilenstein in der Konfliktforschung dar.

  • Auch sehr spannend in diesem Zusammenhang sind die Minimalgruppen-Experimente des Sozialpsychologen Henri Tajfel. Sein Kandinsky/Klee-Experiment (1971), bei dem Versuchspersonen völlig willkürlich in zwei Gruppen eingeteilt wurden, zeigte, dass die bloße Gruppenzugehörigkeit als Ursache für Diskriminierung ausreichen kann.

Aufruf zum Ziegen- und Kamele-Verbot

So etwas regt mich auf!

Und weil dort auf mein Posting bisher nicht reagiert wurde, mache ich mir hier etwas Luft.

Es geht angeblich um ein von einer Schweizer Lehrerin verfasstes Schreiben. Tatsächlich handelt es sich um eine Kettenmail, die sich seit etwa zwei Jahren im Umlauf befindet. Vor der Diskussion um das Minarettverbot war die angebliche Absenderin eine oberösterreichische Lehrerin (!). Inhaltlich gibt es außerdem erstaunliche Parallelen zu einer Rede, die Australiens Premier John Howard zur Integrationspolitik gehalten haben soll; vermutlich ebenfalls ein Hoax.

Ich bin jedenfalls in der Schweiz noch nie mit „Grüß Gott“ begrüßt worden. Dagegen – entsprechend der vier Landessprachen – mit Grüezi, bzw. Grüessech, Bonjour, Bongiorno und Allegra*.

Zudem wird das scharfe S (ß) in der Schweiz überhaupt nicht verwendet.

Erstaunlich ist, dass das nicht einmal den Mailist-Verbreitern aus der Schweiz auffällt.
Buh!

*Wobei sich nur in der rätoromanischen Grußformel der liebe Gott versteckt, denn ursprünglich sagte man: Dieu t’allegra.

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update:
Inzwischen wurde geantwortet, dass die Mailschreiberin persönlich bekannt und der Gruß, entgegen meiner Behauptung, in der Schweiz gängige Praxis sei. So etwas nennt man wohl Kognitive Dissonanz.