Zufällig

Jetzt wird es konkret! Gestern einen kleinen Club in Hamburg besucht, DSDS geschaut und eine Psychologin infiziert. Alltagstristesse wie bei Houellebecq. Frau Kaiser, im keramischen Reinigungsbereich tätig, führte während Ihrer Berufsausübung eine Gebissreinigung an einem Abend durch. Auf der Suche nach spannenden Forschungsthemen hatte ich kurz den Gedanken, dass das viele können. Das Wichtigste im Leben, erprobtes Wissen aufzuspüren, machte mir großen Spaß, angefangen vom Massieren… Das ist so geil, wirklich unglaublich.

Zu diesem offiziellen und angekündigten Lokaltermin in Zivil hat mich auch ermutigt, zu merken, ob das passt. Die besten Begegnungen sind die, wo die Männer nach dem Motto „Wie weit würden Sie auf der Durchreise, um eine möglichst prägnante Gesamtauswertung zu erstellen…“ – also schon ein bisschen arrogant – und gleichzeitig „Was für Hobbys haben Elefanten?“ … als gäbe es kein Problem. Schließlich sitzt hier ein tiefenhermeneutischer Ansatz. So ein Dicker und sechs Perkussionisten. Sehen sie sich wirklich so? So wie ich? Dann ist mein Herz rein. Das wird wohl der größte graduelle Unterschied zwischen der Superfrau draußen und manchen Erlebensweisen sein.

Man muss ebenfalls bedenken, gerade knapp einem Krankenhausaufenthalt entkommen, muss ich schwach sein. Meine letzten Schläge von Mutterhand, nicht gerade einer eher brav wirkenden, alleinerziehenden Mutter. Und dennoch gibt es warmes Essen. Unmengen leckeres und frisch geschnittenes Obst, Salate, ganz tolle Sachen, auch Rinderbraten mit Rotkohl.

Harte, mit Schmerzen verbundene Praktiken dagegen, werden in Kleinbloggersdorf wenigstens einmal, in eine ganz andere Intensität rein, zur Möglichkeit, aber nicht zum Bloggen. Eigentlich überhaupt nicht verpflichtend, wundervoll schwingend, sich gegenseitig als „Nahrung“ anzusehen und umzubringen.

Sie lasen soeben einen Teil aus dem Urlaub – Blick nach Westen.

Collage aus einer Handvoll interpunktionsgeglätteter und zusammengeschobener
randomTexte.