“Horch, was kommt von draußen rein!”

Ich bin für ein flächendeckendes Verbot von Subwoofern in Wohngebieten und in Autos, die mit geöffneten Fenstern durch solche cruisen und mir, trotz erhöhtem Schallschutz, mit nervtötender, verstümmelter Drumbase mein Herz aus dem Takt und mich um den Schlaf bringen. So – das wollte ich am Tag gegen den Lärm mal allen gesagt haben!

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Somewhere over the rainbow



Zum Mitsingen
(Textversion von Eva Cassidy):

somewhere, over the rainbow,
way up high,
in a land that I heard of once
once in a lullaby.

somewhere, over the rainbow,
skies are blue.
and the dreams that you dare to dream
really do come true.

someday I’ll wish upon a star
and wake up where the clouds are far behind me.
where troubles melt like lemon drops,
away above the chimney tops.
that’s where you’ll find me.

(instrumental)

someday I’ll wish upon a star
and wake up where the clouds are far behind me.
where troubles melt like lemon drops,
away above the chimney tops.
that’s where you’ll find me.

somewhere, over the rainbow,
skies are blue.
and the dreams that you dare to dream
really do come true.

if happy little bluebirds fly above the rainbow,
why, oh, why can’t I?

Frühlingsblues

Draußen blüht und grünt es derzeit explosionsartig und in einer Fülle als gäbe es kein Morgen, während ich gerade gefühlt im Zeitraffer welke.

Ungefähr bis letztes Jahr wurde mein tatsächliches Alter noch schmeichelhaft unterschätzt. Seit nun diverse Hormone zunehmend knapper zur Verfügung stehen, vor allem das eine, das die Haut so schön elastisch hält und sie jugendlich aufpolstert, erkenne ich mit einem Mal deutlich, dass ich dem erinnerten Bild meiner Großmutter aus Kindertagen verblüffend ähnlich sehe. Dass die 96-Jährige bis zuletzt bei klarem Verstand war, könnte mich aufmuntern, sollte man meinen. Doch erst einmal muss ich mich an diesen unbequemen Übergang in ein neues Lebensalter und an die damit verbundenen Herausforderungen anpassen.

Genau genommen habe ich ganz andere Probleme. Aber das hier ist ja – Ausnahmen bestätigen die Regel – kein Befindlichkeitsblog…

Der Allergeliebteste hat auf dem Osterspaziergang ein paar Fotos geschossen, die ich beim besten Willen nicht veröffentlichen kann. Da muss ich erst noch meine Eitelkeit niederringen.

Ein Albtraum

Es fängt harmlos an. Nein. Es ist geradezu wunderschön. Ein warmer, traumhaft sonniger Tag will Abend werden. Die Sonne steht tief, und die Luft wird angenehm lau.

Drei Jungs kicken noch. Sonst ist der Strand menschenleer.

Als der Ball in meine Richtung fliegt, versuche ich ihn lässig gegrätscht zu stoppen. Es gelingt mir nicht. Der Ehrgeiz fehlt.

Lachend hake ich den A. unter, der sich Richtung Heimat bewegt.

Warmes Wasser überspült langsam den Strand.

Bei den Bungalows ankommen, plätschert es schon sanft gegen die Terrassentür.

Wir gehen wohl besser hinten rein, verkünde ich sorglos, aber der Allergeliebteste – eben noch an meiner Seite – ist weg. Und auch die Häuserzeile ist plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.

Schlagartig fühle ich mich jämmerlich und unbeschreiblich verloren. Schon sinkt der Strand mit mir ins absolute Nichts.

Ich erwache an meinem Todesschrei.