Somewhere over the rainbow



Zum Mitsingen
(Textversion von Eva Cassidy):

somewhere, over the rainbow,
way up high,
in a land that I heard of once
once in a lullaby.

somewhere, over the rainbow,
skies are blue.
and the dreams that you dare to dream
really do come true.

someday I’ll wish upon a star
and wake up where the clouds are far behind me.
where troubles melt like lemon drops,
away above the chimney tops.
that’s where you’ll find me.

(instrumental)

someday I’ll wish upon a star
and wake up where the clouds are far behind me.
where troubles melt like lemon drops,
away above the chimney tops.
that’s where you’ll find me.

somewhere, over the rainbow,
skies are blue.
and the dreams that you dare to dream
really do come true.

if happy little bluebirds fly above the rainbow,
why, oh, why can’t I?

Frühlingsblues

Draußen blüht und grünt es derzeit explosionsartig und in einer Fülle als gäbe es kein Morgen, während ich gerade gefühlt im Zeitraffer welke.

Ungefähr bis letztes Jahr wurde mein tatsächliches Alter noch schmeichelhaft unterschätzt. Seit nun diverse Hormone zunehmend knapper zur Verfügung stehen, vor allem das eine, das die Haut so schön elastisch hält und sie jugendlich aufpolstert, erkenne ich mit einem Mal deutlich, dass ich dem erinnerten Bild meiner Großmutter aus Kindertagen verblüffend ähnlich sehe. Dass die 96-Jährige bis zuletzt bei klarem Verstand war, könnte mich aufmuntern, sollte man meinen. Doch erst einmal muss ich mich an diesen unbequemen Übergang in ein neues Lebensalter und an die damit verbundenen Herausforderungen anpassen.

Genau genommen habe ich ganz andere Probleme. Aber das hier ist ja – Ausnahmen bestätigen die Regel – kein Befindlichkeitsblog…

Der Allergeliebteste hat auf dem Osterspaziergang ein paar Fotos geschossen, die ich beim besten Willen nicht veröffentlichen kann. Da muss ich erst noch meine Eitelkeit niederringen.

Ein Albtraum

Es fängt harmlos an. Nein. Es ist geradezu wunderschön. Ein warmer, traumhaft sonniger Tag will Abend werden. Die Sonne steht tief, und die Luft wird angenehm lau.

Drei Jungs kicken noch. Sonst ist der Strand menschenleer.

Als der Ball in meine Richtung fliegt, versuche ich ihn lässig gegrätscht zu stoppen. Es gelingt mir nicht. Der Ehrgeiz fehlt.

Lachend hake ich den A. unter, der sich Richtung Heimat bewegt.

Warmes Wasser überspült langsam den Strand.

Bei den Bungalows ankommen, plätschert es schon sanft gegen die Terrassentür.

Wir gehen wohl besser hinten rein, verkünde ich sorglos, aber der Allergeliebteste – eben noch an meiner Seite – ist weg. Und auch die Häuserzeile ist plötzlich wie vom Erdboden verschluckt.

Schlagartig fühle ich mich jämmerlich und unbeschreiblich verloren. Schon sinkt der Strand mit mir ins absolute Nichts.

Ich erwache an meinem Todesschrei.

Harald und Boris sind eigentlich ganz nett

Mitten in unserer ausgelassenen Familienzusammenkunft nehme ich Harald in einem seiner dunkleren Anzüge wahr. Er sitzt ganz selbstverständlich an der großen Tafel, rückt seine Brille zurecht und beobachtet entspannt und amüsiert das lebhafte Treiben. Ich frage, was ihn zu uns führt. Das Lokal nebenan sei noch geschlossen. Keiner nimmt groß Notiz von ihm. Er stört nicht und gehört jetzt eben dazu. Nach einer lockeren Unterhaltung ziehe ich mir Schuhe an und gehe selbst in die Kneipe.

Da läuft gerade eine Sendung auf Großbildleinwand, in der Prominente einen Knopf im Ohr haben und auf Regieanweisungen reagieren. Boris versteht alles falsch und ist unfreiwillig total komisch. Ich setze mich. Der Mann neben mir ist sichtlich belustigt und klopft mir kameradschaftlich auf den Schenkel. Humor hat er ja, und er kann über sich selbst lachen, denn das neben mir ist Boris im Tennisdress. Komischerweise fühlt sich diese Nähe nicht mal unangenehm an. Er nennt mich vertraut Eugene. Den Namen wisse er vom Allergeliebtesten. Jetzt sehe ich erst, dass er ein halbnacktes Baby bei sich hat. Er legt es auf den Tisch. Auf einem Zettel am Ärmchen steht Sabine. „Du bist aber eine süße Biene“ sage ich und lege das fröhlich strampelnde Bündel auf meinen Schoß. Schon bald drückt es. Ich muss ganz dringend. Also schlage ich die Augen auf. Komisch, warum fällt mir gerade jetzt Klaus ein?
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Update:
Ich hatte mir in der Nacht übrigens
diese Webseite von Kelley Ryden angeschaut


Update 2:
Und nebenbei bemerkt macht, das
Projekt UHU vielleicht bald Fortschritte. Der Allergeliebteste fährt seit neuestem mit dem Fahrrad zur Arbeit, und außerdem hat er ein paar Tennisbälle gekauft.