„Möchten Sie eine Freundin?“

Nachdem ich von der freundlichen Stewardess nett plaudernd an meinen Platz begleitet werde, schaut sie mich strahlend an und fragt plötzlich ganz unvermittelt: „Möchten Sie eine Freundin?“ Kurz halte ich inne, recht verduzt, so direkt mit solch einem Ansinnen angesprochen zu werden. Schließlich ist es ja mit dem Freundinnen-Werden nicht wie mit dem Anbandeln in der Adoleszenz, wo man schon mal gefragt wird, ob man mit einem gehen wolle. Aber da sie mir wirklich gefällt in ihrer herzerfrischend direkten Art, antworte ich etwas zögernd zwar, aber dennoch mutig: „Ja, warum eigentlich nicht!?“ Sie lächelt erfreut, macht kehrt und kommt mit einer Zeitschrift zurück.

(Während des Fluges noch habe ich ihr meinen Irrtum gestanden. Wir haben beide sehr gelacht – wie Freundinnen eben.)

2 Kommentare zu „„Möchten Sie eine Freundin?“

  1. ach, das ist lieb.
    ich fand es ja in der pubertät noch viel spannender. da hat man nämlich nicht gefragt: „willst du mit mir gehen?“ sondern man hat fragen lassen. „du, der michi hat gesagt, er möchte gern mit dir gehen. willst du?“

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    1. Stimmt! So konnte mancher „aus der zweiten Reihe“ sein Gesicht wahren. Ein Korb wurde dann wahrscheinlich besser weggesteckt. Vielleicht war gar die blöde „Partnervermittlung“ schuld!

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