Die Frau und ihre Neigung zur Homosexualität

SIMONE DE BEAUVOIR schreibt in ‚Das andere Geschlecht’ (1949/2004), dass die Frau, im Gegensatz zum Mann, nicht mehr in der als Kind erfahrenen „sinnlichen Welt der Sanftmut, der Zärtlichkeit, der Weichheit, in einer weiblichen Welt“ lebt. Sie muss sich im „harten und strengen männlichen Universum“ bewegen, während ihre Hände die Lust behalten, „die glatte Haut, das weiche Fruchtfleisch zu spüren, verkörpert im Jüngling, der Frau, den Blumen, den Pelzen, dem Kind.“ So erkläre sich, „dass in vielen Frauen eine mehr oder weniger verdeckte Neigung zur Homosexualität fortlebt.“ (S.491)

Etwa ein Fünftel der befragten Frauen aus der bereits erwähnten Studie der Charité (ULLRICH, 2004) hat auch gleichgeschlechtliche Erfahrungen. Die Befragten kommen mit Frauen signifikant häufiger zum Orgasmus (mit 50% der männlichen Sexualpartner und mit 75% der weiblichen). Die erste gleichgeschlechtliche Erfahrung wurde meist später im Schnitt mit 21 Jahren erlebt, während der erste heterosexuelle Geschlechtsverkehr mit durchschnittlich 17 Jahren erfolgte.

Für neue Leser:
Sie lasen soeben einen Teil aus meiner Diplomarbeit

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