Weshalb ziehen eigentlich manche Männer den Besuch eines Swingerclubs ohne Sexgarantie dem Besuch bei einer Prostituierten vor?

Das würde mich mal interessieren. Auch Spekulationen darüber sind mir willkommen.

22 Kommentare zu „Weshalb ziehen eigentlich manche Männer den Besuch eines Swingerclubs ohne Sexgarantie dem Besuch bei einer Prostituierten vor?

  1. Ich glaube, das ist einfach zu beantworten. Es gibt einige Tabus auch für Männer, natürlich nicht für alle. Dazu gehört, für Sex bezahlen müssen. Man ist nicht in der Lage, selbstständig eine Frau erobern zu können. da spielen Minderwertigkeitskomplexe , Ängste und Genieren mit.
    Weiters ist bekannt, dass Prostituierte nichts empfinden. Das kann für bestimmte Männer eine ganz starke Verstimmung bedeuten. Es polarisiert, die einen finden das besonders gut, dass sie sich um nichts kümmern müssen, die anderen sind auf Frauenbeglückung indoktriniert.
    Frauen in Swingerclubs „wollen“ per Definitionen Sex, Prostituierte „eigentlich“ nicht.
    Es gibt allerdings dazwischen noch den Graubereich von Callgirls und „Amateurhuren“, bei denen die Trennung nicht so einfach ist.

    Des weiteren spielen in einem Swingerclub ja noch ganz andere erotische Momente wie Voyeurismus und Exhibitionismus mit, gleichzeitig ist ein Swingerclubbesuch eher salonfähig als ein Bordellbesuch, nachdem die richtigen Bordelle abgeschafft wurden. Die heutigen Kontakthöfe haben mit den ehemaligen Bordellen nichts mehr zu tun.
    Ala long ist der Swingerclubbesuch auch sicher billiger.

    Generell denke ich, dass die beiden Kategorien nicht verglichen werden können.

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    1. Dass der Besuch im Swingerclub sicher billiger ist, bezweifle ich, zumal in beiden Bereichen ganz unterschiedliche Niveaus mit den entsprechenden Preisen zu finden sind. Allerdings – muss ich gestehen – habe ich bisher weniger Informationen über Preise in Bordellen.

      Ich vergleiche übrigens die beiden Kategorien schon deshalb, weil das Motiv, ein Bordell oder einen Club aufzusuchen, bei einem ‚Soloherren‘ durchaus das gleiche sein kann und oft sein wird. Aber ich stelle mir beide Varianten trotzdem äußerst unterschiedlich vor; daher ja auch meine Frage.

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  2. Eine Frau, mit der ich im Swingerclub zusammen bin, gibt mir das Gefühl begehrt zu sein – sonst würde sie sich nicht mit mir abgeben. Eine Prostituierte (auch wenn das einmal nicht der Fall sein sollte) kann mir dieses Gefühl niemals geben, eher im Gegenteil: Ich habe sie stets im Verdacht, das sie es trotz allem was für sie gegen mich spricht tut.
    Bisher hatte ich nur eine einzige Ausnahme: Auf einer kleinen Tour mit einem Ex-Kollegen, auf der dieser mit mir zusammen ein Lauf-Bordell aufsuchte, ich aber keine Gelüste darauf verspürte und daher vor dem Zimmer, in dem er sich mit gleich zwei ausgesprochenen Schönheiten des horizontalen Gewerbes zugleich vergnügte, sprach mich eine Dame desselben Gewebes an. Ich schützte vor, kein Geld dabei zu haben. Wir unterhielten uns dann sehr gut insbesondere über ihr Gewerbe und plötzlich sagte sie zu mir: „Ach weißt Du was? Ich mag Dich – komm rein.“
    Das nun folgende war durchaus vergleichbar mit einer sehr sympathischen Begegnung in einem Swingerclub 🙂

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  3. Vielleicht weil es erbärmlich ist, für Sex zahlen zu müssen und dabei auch noch zu wissen, dass es für die Prostituierte ein reines Geschäft ist, während in einem Swingerclub die Chance besteht, begehrt zu werden, Lust zu schenken und aus dieser geschenkten Lust eigene Lust zu empfangen.

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    1. Der Gedanke, für Sex zu bezahlen, ist nicht erbärmlich – in dieser Form lediglich eine reinste Form der Versorgungsbeziehung, in der auch heute noch unzählige Frauen (und das sehr freiwillig) leben.

      Es ist ein klarer, sauberer Deal – und keineswegs ‚erbärmlich‘ dafür zahlen ‚zu müssen‘. Denn ich schätze mal die meisten müssen nicht, sondern wollen es – weil sie die dadurch besondere Stellung des Mannes, einseitige Forderungen stellen zu können und auch ohne Bettlerstellung erfüllt zu bekommen, schätzen. Es ist heutzutage durchaus zu einer Rarität für einen Mann geworden, auch einmal alleinig im Mittelpunkt der sexuellen Befreidigung zu stehen und sich darüber hinaus nicht auf den sexuellen Paar-Konsens (es wird nur getan was beide wollen) beschränken zu müssen. Und aus diesem Mangel entsteht vielen Männern ein großes Verlangen, ergibt sich Nachfrage und Angebot.

      Fakt ist: 80% aller Männer wünschen sich von einer Prostiuierten keinen Verkehr wie sie ihn auch zuhause bekommen – sondern einen klassischen Blow-Job (oft auch er stehend/sitzend und sie knieend), weil sie diesen von ihrer Partnerin nicht bekommen. Jener Partnerin welche jedoch in der Regel durchaus regelmäßig auf ihren Cunnilingus, ihr Vorspiel und ihre Lieblingsstellung besteht.

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    2. Fakt ist: 80% aller Männer wünschen sich von einer Prostiuierten keinen Verkehr wie sie ihn auch zuhause bekommen – sondern einen klassischen Blow-Job (oft auch er stehend/sitzend und sie knieend), weil sie diesen von ihrer Partnerin nicht bekommen.

      Eben. Gekaufter Blowjob. Und dann auch noch mit Abstrichen, denn welche Prostituierte schluckt denn, oder lutscht seinen Schwanz ohne Gummi? Erbärmliches Geschäft. Allerdings haben Prostituierte ganz zu Unrecht einen schlechten Ruf – ohne sie und ihre Bezahlangebote gäbe es weitaus mehr Sexualdelikte.

      So, wie du das darstellst, klingt es, als hätten nur Männer unerfüllte Sexwünsche. Als wären Kerle die armen, unbefriedigten Schweine und Frauen die Luschen, die sich bedienen lassen, sein Geld aus dem Fenster werfen und sich, wenn sie zum Orgasmus geleckt worden sind, umdrehen und schnarchend einschlafen. Meines Wissens verhält es sich aber genau andersrum. Nicht immer, aber doch immer noch oft genug.

      Eine Ehe oder eine eheähnliche Beziehung ist übrigens kein Geschäft, auch keine Geschäftsbeziehung. Dass aus solchen Gründen geheiratet wird, ist ein paar Jährchen her.

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    3. Typisch Frau: Kaum spricht ein Mann über männliche Wünsche, muss auch sogleich die weibliche Fahne im Winde geschwenkt werden – kein Wort mehr über das bisherige Subjekt und Objekt.

      Ich finde Deine Art und Weise, adjektivistisch pauschal zu verurteilen als auch Deine (vielleicht auf Dein heiles Umfeld zurückzuführende? Oder auf eine selektive Wahrnehmung?) Beurteilung von heutigen Mann-Frau-Beziehungen – befremdlich. Ebenso wie Deine agressive Art, Aussagen zwischen meine Zeilen schieben zu wollen, die dort nicht stehen.

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    4. Typisch Frau? Danke sehr!

      Mag sein, dass ich aggressiv und pauschalisierend rüberkomme, mag sein, dass ich das sogar bin. Es galt jedoch nicht dir, hat aber leider dich erwischt. Sorry dafür.

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    5. @ellebelle Bis auf das „erbärmlich“ teile ich Ihre Einschätzung. Vielleicht wählt aber mancher Mann tatsächlich den Club, weil er selbst es erbärmlich fände zu einer Prostituierten zu gehen. Aber auch im Swingerclub bezahlt der Einzelmann für Sex (ohne Garantie darauf), denn Solofrauen haben meistens freien Eintritt und Paare zahlen weniger. Übrigens auch Anna sprach gewissermaßen von einem Gefühl der Erbärmlichkeit als sie sagte: „Ich bin lange gar nicht gegangen, weil ich immer im Hinterkopf hatte, so ‘n Club ist doch irgendwie was Schlechtes, als wäre das so ein Armutszeugnis: Im freien Leben finde ich niemand, der mit mir ins Bett gehen will, also muss ich in den Club, um mich von so armseligen Gestalten vögeln zu lassen.“

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    6. @eugene Das Argument, im freien Leben nichts zu finden hat keine Allgemeingültigkeit. Eine Frau hat mir erzählt, dass der Club einem One-Night-Stand weitaus vorzuziehen ist, weil er bestimmte Rahmenbedingungen bereits im Vorfeld abgeklärt hat, speziell die Trennung danach.
      Das Gelände ist ein neutrales und die Auswahl für die Frau ist freier. Wenn sie feststellt, dass sie eine Niete gezogen hat, gibt es noch weitere freie Versuche in der Nacht. Der Club leistet also für die Solofrau mehr, wenn sie nur auf Sex und nicht auf Beziehung aus ist.
      Das klang für mich ziemlich plausibel.

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    7. @steppenhund Das mit der Allgemeingültigkeit stimmt natürlich! Das Zitat sollte nur als Beleg dafür dienen, dass man sich im Einzelfall durchaus erbärmlich fühlen kann.

      (Ich vermute, Sie haben meine Diplomarbeit gelesen, in der ja die von Ihrer Bekannten beschriebene Erfahrung ein Hauptergebnis ist.)

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    8. @Eugene Ja, ich habe sie gelesen, aber das ist jetzt schon wieder einige Zeit her:)
      Als ich meinen Kommentar schrieb, hatte ich sie gar nicht präsent.
      Aber das ist ja eigentlich eine gute Bestätigung, nicht wahr?

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  4. Wow, hier wird ja schon ordentlich diskutiert! Ganz herzlich willkommen und vielen Dank für die ausführlichen Kommentare.

    Ich stelle gerade fest, dass ich die Frage vielleicht etwas ungünstig und polarisierend gestellt habe. Ich selbst nahm bisher auch an, dass das Gefühl von Begehrtsein, die Chance echte Lust zu erleben und die wahrscheinlich erotisch aufgeladene Atmosphäre beim („erfolgreichen“?) Clubbesuch für einen Solomann ausschlaggebend sind.

    Es gibt aber auch andere Erfahrungen. Ein Freund hat, wenn er „im Notstand“ war, mehrfach beides ausprobiert, sich inzwischen jedoch ganz klar für das Laufhaus entschieden; mit dem Argument, dort könne er sich eine hübsche Frau aussuchen, während es im Swingerclub zum einem keine Sexgarantie gäbe und ihm zum anderen die meisten Frauen dort zu alt und zu dick seien.

    Mukono
    spricht ebenfalls von solchen Erfahrungen.

    Ach ja – und bevor spekuliert wird – vielleicht sollte man noch wissen, dass der Freund nicht nur meines Erachtens durchaus attraktiv ist und eine anziehende und erotische Ausstrahlung hat.

    Dass ich bisher nur Frauen interviewt habe und dieses Statement meines Freundes sind gewissermaßen der Hintergrund meiner Frage.

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  5. Spekulationen kann man führen wenn man Zeit hat … Die Frage, warum Menschen Swingerclups mit Sexgarantie gern hätten, sollte ich es einem ausserirdischen Interissierten erklären müssen, macht mir Gedanken! Bei Gott … !

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